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Pouch Single 2000

Fakten

L:480 cm; B:68 cm; G:29kg; NP(2000):rd.3000 DM; benannt "Icke", verkauft im November 2008


Allgemein

Den Single 2000 der Anhaltiner Faltbootwerft "Poucher Boote" habe ich mir im Frühjahr 2000 gekauft, nachdem mich ein Probepaddeln auf der Globeboot von den Fahreigenschaften überzeugen konnte. Das Vorführboot sah jedoch grottig aus, war total schief aufgebaut und mit sich fröhlich herumwindenden Luftschläuchen geschlagen. Ganz anders der Vorführer beim Kanuladen meines Vertrauens. Nachdem ich dort ein Probepaddeln auf der nahen Spree vereinbart hatte, sah ich mich vor Ort mit den Begehrlichkeiten eines jungen Paares konfrontiert, welches dieses Boot sofort vom Regal weg kaufen wollte. Der Verkäufer konnte sie aber - mit meiner moralischen Unterstützung - zu einem kurzen Probepaddeln überreden. Zum Glück! So wurde ich 30 Minuten später glücklicher Besitzer eines patschnassen, weil frisch versenkten Single 2000!

 

Die Freude

Das Boot fährt sich flott und lässt sich ganz gut auf den Luftschläuchen drehen. Leer besitzt es eine sehr geringe Anfangsstabilität, aber was manch einem Paddler Schrecksekunden verschafft, verhilft anderen zu ihrem Wunschboot. Es geht eine Unmenge Gepäck hinein, wobei die lange Hecköffnung enorm beim Stauen hilft. Derart vollgeladen vermittelt das Boot ein sicheres Gefühl. Vorne habe ich mir als Stauhilfe einen Inspektionsdeckel aus dem Seglerbedarf eingebaut. Neuere Modelle haben dort bereits serienmässig eine Luke.

Der Kniehalt ist mit den (damals noch optionalen) Schenkelstützen für mich sehr gut, in vielen Booten habe ich da mit meinen langen Beinen ziemliche Probleme.

 

Der Ärger

Auf Grund seines hohen Volumens und der Stevengestaltung geht das Boot `über die Welle´, was bei entsprechendem Seegang sehr nervig und ermüdend ist. Die beim Beladen so grandiose Hecköffnung erweist sich bei solchen Bedingungen als nicht wasserdicht. Gleiches gilt für das verwendete Oberschiffmaterial "Bretex". Dieses ist im Neuzustand sicherlich prima, jedoch wird die innenliegende Beschichtung besonders am Süllrand und den Schenkelstützen rasch abgerieben und sorgt dann für zusätzliche Leckstellen. Der Süllrand selbst sitzt nur locker in der Haut, starke Bewegungen mit der Spritzdecke können ihn schon teilweise ablösen. Die Luftschläuche zeigen ein ausgeprägtes Eigenleben, sie rutschen mal über, mal unter den Dollbord. Das hat zwar keine Auswirkungen auf die Fahreigenschaften, sieht aber richtig schxxxe aus. Da sind 31 kg Gewicht (10 kg über der Werksangabe!) bei angeblichen 5,20 m Länge (in Wahrheit sind es mehr als 40 cm weniger) beinahe schon nebensächlich.

 

Die Lösung(en)

Die Haut an den abriebgefährdeten Stellen von innen mit Hautmaterial unterlegen und den Süllrand mit Schnappverschlüssen am Gerüst fixieren. Gegen die wandernden Luftschläuche und das Verrutschen der Haut gab es auch einen Fix aus Pouch (Klett an der Bodenleiter, Verzurrbändsel an den Luftschlauchtaschen), aber so richtig funktioniert hat der leider nicht. Also habe ich mir im Winter 2002/03 andere Bordwände gebaut. Diese sind doppelleistig und bilden so eine sichere Ablage für die Schläuche. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass das Gerüst jetzt wesentlich steifer und zugleich noch leichter als zuvor daherkommt. Einen kleinen Eindruck von der Bordwand vermitteln hoffentlich die Fotos.

Weblinks

Plünnenkreuzer
Pouch inoffiziell

Aktualisierung: 11/06/2017
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