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Harpoon I

Ein Erfahrungsbericht von Michael Willmes

Was mir nicht gefällt, ist die Ausführung und Befestigung der Fußsteueranlage: Das ganze wirkt eher wie ein Spielzeug und für einen längeren Gebrauch als zu schwach dimensioniert. Ärgerlich auch an diesem Punkt wieder, dass die Aufnahmebolzen an der Fußsteueranlage, die in Alulochschienen auf der Bodenleiter greifen sollen, nicht sauber gearbeitet sind und daher auf einer Seite nicht in die Löcher passen; hier ist wieder Nacharbeit angesagt. Gleiches gilt für das Finish des Sitzes: Die angenietete Lasche zur Verschraubung auf dem Bodenbeschlag sitzt um ca 1,5 cm aus der Mittelachse versetzt. Schließlich ist mir aufgefallen, dass die Bohrung für den Haltestift des Heckruders im Beschlag (an der Haut) nicht exakt ausgeführt ist, mit der Folge, dass das unterste der drei Bohrlöcher nur noch einen Abstand von weniger als einen Millimeter vom Rand des Beschlags hat; d.h., über kurz oder lang ist mit einem Ausschlagen und dann Ausbrechen dieser Bohrung zu rechnen. Wegen dieses Punktes muss ich wohl noch einmal Kontakt zu Wayland aufnehmen.

Letzter zu erwähnender Punkt sind die Maße des Bootes: Laut Website von Wayland soll das Harpoon I eine Breite von 75 cm haben und 26 kg wiegen. Ich habe an der breitesten Stelle ca. 70 cm gemessen; das finde ich sogar besser, als die Werksangabe von 75 cm, da mir die schlanke Form eher gefällt (Pouch SE 2005 hat eine Breite von 65 cm). Was mir dagegen weniger schmeckt, ist das Gewicht. Laut Paketzettel hatte die gesamte Sendung ein Gewicht von 36 kg. Der Karton, die Spritzdecke und der Packsack dürften kaum 10 kg auf die Waage bringen. Ich gehe daher davon aus, dass das fahrfertige Boot deutlich schwerer ist, als angegeben. Bisher habe ich das genaue Gewicht aber noch nicht ermitteln können. Vielleicht können andere Harpoon I - Besitzer ja zu diesem Punkt ihre Erfahrung kundtun.

Aktualisierung: 11/06/2017