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Harpoon I

Ein Erfahrungsbericht von Michael Willmes

Beim Auspacken am Abend stellte ich fest, dass alle Holzteile zum Schutz vor Transportschäden in starke Klarsichtfolie eingepackt worden waren. Die Bootsausstattung entsprach meiner Bestellung, auch die Spritzdecke war dabei (ich erwähne dies, weil hier im Forum auch schon von fehlerhaften/unvollständigen Lieferungen berichtet worden ist). Positiv überrascht war ich von der Qualität der Holzbearbeitung und der Haut, einschließlich sauber verklebter Kielstreifen. Nachdem ich alles ausgebreitet hatte (im Haus), ging ich an den ersten Zusammenbau. Die mitgelieferte Aufbauanleitung (in Englisch) habe ich schnell wieder beiseite gelegt: Die Beschreibung ist absolut dürftig und die Fotos im Briefmarkenformat lassen rein gar nichts erkennen. Zum Glück ist der Aufbau aber, wenn man technisch nicht völlig unbegabt ist, quasi selbsterklärend. Schwierigkeiten hatte ich zunächst aber mit dem Einsetzen des Bug- und des Heckstevens in die dafür vorgesehenen Aussparungen in den Enden der Bodenleiter. Auf einer Seite passten schon die pilzförmigen größeren Bolzen nicht in die Alubeschläge der Bodenleiter; Grund hierfür war, dass die Alubeschläge leicht verbogen (zusammengedrückt) waren. Also habe ich mit einer Flachzange vorsichtig etwas nachgebogen. Dann gab es das Problem, die kleineren Bolzen der Steven in die Löcher der Bodenleiter zu bekommen. Gleichzeitig ist das nicht möglich, dann müsste die Bodenleiter so weit gepreizt werden, dass sie zu brechen droht. Also habe ich nach mehreren Versuchen erstmal alles weggelegt und mich beruhigt (ohne Aufbaubier) und mir die Konstruktion in Ruhe angeschaut. Die Lösung war dann recht einfach: Wegbiegen eines Holzes der Bodenleiter nach unten, Einfädeln eines Bolzens in die Öffnung des anderen Holzes, anschließend Spreizen und Einfädeln des zweiten Holzes (ich weiß jetzt nicht, ob ich das jetzt verständlich beschrieben habe, Wayland-Nutzer werden aber wissen, was gemeint ist).

Aktualisierung: 11/06/2017