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Stativ für unterwegs

Ich habe einen neuen Begriff gelernt. Er lautet "Scherbe" und tituliert ein nicht besonders leistungsstarkes Wechselobjektiv für eine Spiegelreflexkamera. Solche vermeintlichen und tatsächlichen "Scherben" finden sich naturgemäß im unteren Preissegment und deshalb auch oft in den so genannten "Kits", also Komplettangeboten, welche aus Kamerabody und Objektiv bestehen. Im Mai 08 bin ich auf diesem Wege in den Besitz einer solchen "Scherbe" samt digitaler Spiegelreflex gekommen und kann diese Bezeichnung inzwischen ziemlich gut nachvollziehen. Wobei die Bildqualität des beigelegten "SAL 1870" mir weniger zu schaffen macht als die geringe Lichtstärke. So manches Mal wirken die von der Messelektronik vorgeschlagenen Belichtungswerte wie ein Schock. So gucke ich traurig meine Praktica BC1 mit dem Carl Zeiss 1.4/50 an, die guckt einäugig wie immer aus der Vitrine zurück, aber was soll`s, der Digitalzug ist nicht aufzuhalten.
Solange die Finanzlage kein lichtstarkes Objektiv zulässt - und das wird sie wohl lange nicht- müssen Verschlusszeit und/oder Blende also auf anderen Wegen optimiert werden. Da hilft eine wie auch immer geartete Bildstabilisation schon gewaltig, egal ob elektronisch, optisch, oder sensorbewegt. Allerdings wurde der beste Bildstabilisator schon vor ewigen Zeiten erfunden - Vorhang auf für den Klassiker: Das Stativ.
Nun werde ich beim Paddeln nur ungern ein echtes Stativ mitschleppen, denn wozu soll es - ausser als Stativ natürlich- noch gut sein? Als Bärenfalle ungeeignet, als Wanderstock bald kaputt und als Regenschirm überlastet. Also mache ich einen anderen Trekking-Gegenstand zum Stativ.
Aktualisierung: 06/07/2017