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Folbot Cooper

Ärger

Erste Exemplare kamen unausgereift auf den Markt. Mittlerweile behobene Kritikpunkte waren der unzulängliche Halt der Längsteile an den Spanten, das extrem empfindliche - dafür aber leichte - Unterschiff aus ThermoPolyUrethan und die starke Verformbarkeit des Heckteils. Für die Sicherung der Längsteile sorgen heute zuverlässig Klettbänder und für das Heck gibt es nun serienmässig das vorher nur optionale "Stiffening Kit", welches im Prinzip so wie meine eigene Bastellösung funktioniert. Das TPU-Unterschiff ist aus dem Sortiment verschwunden, jetzt gibt es immer eines aus Hypalon. Wer mit einem gebrauchten Cooper liebäugelt sollte unbedingt auf eine Hypalonhaut achten, der vorprogrammierte Ärger mit der TPU-Haut ist die 2 kg weniger Gewicht nicht wert. 

Die bereits erwähnten Reissverschlüsse sind ein bleibender Schwachpunkt, weil keine wasserdichten RV-Typen zum Einsatz kommen und auch die Klettabdeckung über den RV keinen echten Schutz gegen eindringendes Wasser darstellt. Dieses findet aber auch durch die groben Nahtlöcher zwischen Ober- und Unterschiff in erschreckender Menge seinen Weg ins Boot. Hier hilft wenigstens das Abdichten mittels SeamGrip, an den Reissverschlüssen ist wohl nichts zu machen. Ebenfalls grosszügig mit Seamgrip zu versorgen sind die Nähte der Nylon-Spritzdecke, empfehlenswerter ist hier die (teurere) Neopren-Version. Und zuletzt muss ich noch auf den Sitz einfachster Bauart und die beknackte Verstellung der Steuerleinen hinweisen.

Aktualisierung: 11/06/2017